Die sogenannte allergische Rhinitis gliedert sich in saisonale allergische Rhinitis (durch Pflanzenpollen, Heuschnupfen), die ganzjährige (perenniale) allergische Rhinitis (z.B.: Hausstauballergie) und die berufsbedingte allergische Rhinitis.

Die allergische Rhinitis gehört, wie auch andere Allergieformen, zur Gruppe der atopischen Erkrankungen – dazu zählt etwa auch Asthma bronchiale. Sie wird durch eine Überreaktion des Immunsystems gegenüber bestimmten Substanzen ausgelöst.

Durch den Erstkontakt mit den Allergenen, zum Beispiel mit Pollen, Kot der Hausstaubmilbe etc., kommt das Immunsystem mit einem fremden Eiweißstoff in Berührung. Dadurch wird der Allergiker sensibilisiert und sein Immunsystem beginnt gegen Bestandteile des Allergens zu reagieren. Bei folgenden Kontakten werden im Körper Substanzen, wie zum Beispiel Histamin, freigesetzt. Die Substanzen lösen die typischen Symptome, wie eine rinnende oder verstopfte Nase, brennende Augen etc., aus.

Obwohl nicht alle Pollen Heuschnupfen auslösen, gibt es leider immer noch genug, die es tun.

Die aggressivsten Laubbaum-Pollen sind:

  • Birke
  • Hasel
  • Erle

Weitere Laubbäume, deren Pollen Heuschnupfen auslösen können, sind:

  • Buche
  • Hainbuche
  • Esche
  • Linde
  • Ulme
  • Weide
  • Espe
  • Kastanie
  • Eiche
  • Olivenbaum
  • Platane
  • Schwarzpappel

Unter den Nadelbäumen gilt die Kiefer als besonders allergieauslösend. Doch nicht nur Bäume, auch Gräser, Getreidearten und sogar Kräuter können Heuschnupfen auslösen.

Gräser:

  • Rispengras
  • Glaskraut
  • Honiggras
  • Ruchgras
  • Hundszahngras
  • Knäuelgras
  • Lolch
  • Hoher Schwingel
  • Straußgras
  • Wiesenfuchsschwanz
  • Wiesenlieschgras

Getreidearten:

  • Hafer
  • Glatthafer
  • Flughafer
  • Mais
  • Roggen
  • Weizen
  • Gerste

Kräuter:

  • Sauerampfer
  • Beifuß
  • Gänsefuß
  • Ambrosia (Ragweed)
  • Wegerich

Zuerst blühen die Bäume, dann die Gräser und zum Schluss kommen die Kräuter. Wer glaubt, dass sich die Flugzeiten der Pollen nur auf den Frühling und den Sommer beschränken, der irrt leider. Es wird zwischen Frühblühern, Mittelblühern und Spätblühern unterschieden. Bei den Frühblühern beginnt der Pollenflug im Jänner und geht bis in den April, die Mittelblüher haben ihre Hochsaison von Mai bis August und die Spätblüher beginnen Allergiker von September bis Oktober zu quälen. Tritt der Heuschnupfen also immer zur selben Zeit im Jahr auf, kann man anhand dieser Pollenflug-Zeiten schon einmal grob einschätzen, welche Pflanzen die Auslöser sein könnten.
Um festzuhalten, wann genau die Beschwerden auftreten und in welcher Intensität, hilft ein Allergietagebuch. Mittlerweile gibt es dafür auch schon Apps, die man sich auf das Smartphone laden kann und so immer alle wichtigen Informationen zur Verfügung hat.

Was man gegen Heuschnupfen tun kann, erfahren Sie hier: Was kann man gegen Heuschnupfen tun?