Bei der saisonalen allergischen Rhinitis oder auch Pollenallergie, wie Heuschnupfen beider maßen korrekt genannt wird, werden drei verschiedene Wirkstoffgruppen eingesetzt: Antihistaminika, Mastzellstabilisatoren und Kortison.

  • Antihistaminika

    Diese Medikamente vermindern die Wirkung des Histamins, das im Körper die Allergie auslöst, und sind deshalb bei akuten Beschwerden zu empfehlen. Entsprechende Wirkstoffe sind in Form von Nasentropfen, -sprays oder Augentropfen verfügbar. Damit wird der Wirkstoff direkt dort aufgetragen, wo die Beschwerden auftreten. Für den längerfristigen Einsatz gibt es Antihistaminika auch in Tablettenform.

  • Mastzellstabilisatoren

    Sie verstärken die Zelloberfläche und verhindern so die Histaminausschüttung. Da sich diese Medikamentengruppe allerdings nur sehr langsam im Körper ablagert, sollte sie gezielt ein bis zwei Wochen im Voraus und über die gesamte Dauer der Allergiebelastung eingenommen werden. Meist wird dieser Wirkstoff in Form von Nasentropfen, -sprays, Augentropfen oder Tabletten angeboten.

  • Kortison

    Dieser Wirkstoff ist bei sehr ausgeprägten und belastenden Beschwerden äußerst hilfreich, da er Entzündungen z.B. der Nasenschleimhäute sehr wirksam und rasch unterdrücken kann. Bei Heuschnupfen wird Kortison häufig in Form von Nasensprays angewendet.

Möglich ist auch eine Kombination aus Antihistaminikum und Kortison.

Kann man sich gegen Heuschnupfen impfen lassen?

Eine sogenannte „Hyposensibilisierung“ kann je nach Indikation entweder mittels Spritze oder in Form von Tabletten oder Tropfen verabreicht werden. Die wiederholte Gabe der Substanz, gegen die eine Allergie besteht, führt dazu, dass das Immunsystem nicht mehr oder zumindest nicht mehr so stark auf den Allergieauslöser reagiert. Personen mit Pollenallergie können auf diese Art der Hyposensibilisierung gut ansprechen. Man sollte sich allerdings bewusst sein, dass man bei dieser Therapieform die Erfolge nicht von heute auf morgen feststellen wird. Die Immuntherapie dauert nämlich insgesamt drei Jahre. Am Tag der Impfung ist von extremen sportlichen Aktivitäten abzusehen und auch der Konsum von Alkohol ist nicht empfehlenswert. Bei dieser Behandlung ist zudem auch die Kontinuität ausschlaggebend, da der Erfolg bei nicht regelmäßiger Impfung eher gering bleibt.

Wie man Heuschnupfen vorbeugen kann erfahren Sie hier: Kann man Heuschnupfen vorbeugen?