Für 2019 sind wenig Birkenpollen angekündigt. Die Belastung durch Frühblüher ist fast vorbei.

Tränende Augen, rinnende Nase und ein erhöhtes Asthma-Risiko. Das sind die Gesundheitsprobleme mit denen sich Millionen Allergiker jedes Jahr im Sommer herumschlagen müssen. Der Pollenwarndienst, der von den Wissenschaftern der MedUni Wien betrieben wird, hat gute Nachrichten: Die Birken produzieren dieses Jahr weniger Pollen.

Wenig Birkenpollen

Die Frühblüher Hasel und Erle haben ihre Blüte Mitte März praktisch abgeschlossen und geben kaum mehr Pollen in die Umgebungsluft ab. Birkenpollen stellen Jahr für Jahr die größte Belastung für Allergiker dar. Im letzten Jahr waren die Birken besonders aktiv, 2019 werden sie deutlich weniger Pollen in die Luft schleudern, prognostizieren Biologen, die sich mit dem Kreislauf des Lebens beschäftigen.

Einfluss der Luftqualität

Wie stark Allergiker unter den Pollen leiden hängt allerdings nicht alleine von der Menge der Pollen ab. Auch an Tagen mit einer geringen Belastung durch Birkenpollen klagen Betroffene oft über starke Symptome. Das liegt an der Luftqualität: besonders Ozon, Stickoxide und Feinstaub verstärken den Effekt der Pollen auf Allergiker.

Allergene und Luftverschmutzung vermeiden

Die beste Therapie gegen die Allergie ist die Allergenvermeidung. Ein paar Tipps können Allergikern helfen, weniger Pollen einzuatmen.

  • Tagesplanung

Gehen Sie zu Tageszeiten mit geringerer Belastung ins Freie. Besonders wenn Sie Sport machen, sollten Sie Zeiten mit hoher Pollenbelastung und hohen Ozonwerten meiden. Früh morgens und am Abend sind meist am besten. Eine tagesaktuelle Prognose bietet die der Pollenwarndienst.

  • Allergenfreier Wohnraum

Legen Sie Oberbekleidung wie Mantel und Pullover im Vorzimmer ab und bringen Sie sie nicht mit ins Wohn- oder gar Schlafzimmer. Waschen Sie in der Pollenzeit häufiger die Haare. Ein Luft-Partikelfilter hilft die Luft rein zu halten.

  • Richtig Lüften

Frische Luft ist wichtig. Achten Sie darauf, dass Sie wirklich frische Luft in Ihren Wohnraum lüften und nicht Pollen und Feinstaub. Früh am Morgen und spät am Abend sind gute Zeitpunkte zum Stoßlüften. Wer an einer stark befahrenen Straße wohnt soll die Fenster zur Stoßzeit geschlossen halten.

  • Zum Arzt gehen

Die richtigen Pollen vermeiden und eventuell eine Therapie beginnen kann nur, wer weiß wogegen er allergisch ist. Gehen Sie deshalb zum Hausarzt oder zum Allergologen. Auch wenn Sie nicht übermäßig unter der Allergie leiden: nur wer eine Diagnose hat, kann lästigen Heuschnupfen vermeiden und das Asthma-Risiko reduzieren.

Service

Eine tägliche Prognose finden Sie beim Pollenwarndienst der MedUni Wien.

Die die App können Sie hier herunterladen.

Das Umwelt Bundesamt hat einen aktuellen Ozonbericht.